Nachdem viele europäische Städte nun mit den Tests des Körperscanners begonnen haben, wird nun auch der Einsatz in Hamburg gestartet. Am Montag wurden zwei Geräte von dem Bundesinnenminister Thomas de Maiziere am Hamburger Flughafen eingeweiht.

Gezwungen wird allerdings niemand, sich scannen zu lassen, da es sich bei diesem Einsatz nur um einen Test handelt. Sechs Monate dauert der Test und die Passagiere können sich, wenn sie wollen scannen lassen.

Die Erprobung in Deutschland ist nur zustande gekommen, da die drei Grundvoraussetzungen erfüllt worden sind: Wahrung der Persönlichkeitsrechte, gesundheitliche Unbedenklichkeit und vermehrte Luftsicherheit. Zuvor war eine große Debatte entbrannt, da die Gegner des Körperscanners der Meinung waren, dass die Persönlichkeit in diesen Geräten verletzt werden, was totaler Quatsch ist, denn die Geräte stehen woanders als die Leute, die das Bild auf dem Bildschirm sehen, die sitzen nämlich in einem abgeschottetem Raum. Also sehen die Leute, die den Passagier “nackt” sehen nicht in echt, sie sehen nur die Bilder auf dem Bildschirm und nicht die Menschen dazu. Aber da man immer erst mal aufschreien muss, wenn es um die Persönlichkeit geht, war diese Reaktion zu erwarten.

Und ganz ehrlich, ich lasse mich lieber scannen und lasse zu, dass die Leute mich “nackt” sehen, als neben einem Typen im Flugzeug zu sitzen, der Sprengstoff in der Hose mit sich trägt. Sicherheit geht eben immer vor. Natürlich muss beachtet werden, dass die Bilder nicht gespeichert oder zu anderen Zwecken missbraucht werden, aber wenn man so viel Geld in die Geräte investiert, kann man auch so viel in die Sicherheit der Persönlichkeitsrechte stecken, oder nicht?